Tour zum Colca Canyon mit Condor und Vulkane

Unsere 2 Tages Tour führte uns von Arequipa zum Colca Canyon und Cruz del Condor über einen der höchsten Pässe Perus und endete in Puno am Titicacasee. Wunderschöne Landschaften und Vulkane begleiteten uns dabei.

Von Areqipa nach Chivay

Bei der Buchung der Tour wurde uns mitgeteilt, dass wir morgen zwischen 8 und 8:30 direkt im Hotel abgeholt werden. Um 8:15 kam auch schon der Bus und die peruanische Führerin holte uns an der Rezeption ab. Wir konnten uns die Plätze im Bus aussuchen und machten es uns bequem. In Arequipa wurden noch einige weitere Gäste eingesammelt. Die Führerin begrüßte in Englisch und Spanisch.

Im morgendlichen Verkehr fuhren wir durch Arequipa. Unser Guide erklärte uns, dass es heute zuerst über den Patapampa Pass geht, der auf über 4.900 Meter liegt. Wir stoppten an einem kleinen Laden und hatten die Gelegenheit Cocablätter zu kaufen. Mit Wasser hatten wir uns schon gut eingedeckt. Cocablätter und Wasser sind wichtig, um nicht die Höhenkrankheit zu bekommen.

Zurück im Bus zeigt uns die Führerin wie wir nun die gekauften Coca Blätter richtig nutzen. Ich mache es ihr nach und nehme einige Blätter in die Hand und in der Mitte noch ein Stück Asche (Libda). Das Ganze falte ich zusammen und schiebe es mir in den Mund. Ich muss zugeben, dass ich vor der Reise viel über die Höhenkrankheit gelesen habe und gespannt bin, wie es mir ergehen wird.

Falten der Coca-Blätter

Falten der Coca-Blätter

Pampa de Arrieros

Die Straße Richtung Norden führt stetig nach oben und führt uns um den Vulkan Misti herum. Immer wieder kommen die Felswände bedrohlich nahe. Der Weg führt in den Nationalpark Reserva Nacional Salinas Aguada. Wir erreichten die Pampa de Arrieros, welches zugleich der nächste Stopp war. Wir erblickten Lama, Vicunjas und Alpakas.

Alpakas auf dem Altiplano

Alpakas auf dem Altiplano

Ich muss zugeben, dass ich mir schwer tue die Tiere zu unterscheiden. Die Quasten an den Ohren zeigen, wem die Tiere gehören.

Neugierige Alpakas auf dem Altiplano

Neugierige Alpakas auf dem Altiplano

Wir stehen in einer wüstenähnlichen Landschaft mit verschiedenen Farbtönen. In der Ferne erblicke ich den Vulkan Misti.

Blick auf dem Altiplano mit Vulkan Misti

Blick auf dem Altiplano mit Vulkan Misti

Die Landschaft verführte mich dazu, während der Tour unzählige Bilder zu schießen. Und schon bei diesem ersten Stopp war für mich klar, dass sich die Tour lohnen würde.

Pampa de Arrieros

Pampa de Arrieros

Etwas fremd wirkt dieses Vicunja in der wüstenähnlichen Landschaft.

Vicunja auf dem Altiplano

Vicunja auf dem Altiplano

Direkt neben uns verläuft die Eisenbahnstrecke von Arequipa nach Puno. Diese wird neben Güterzügen auch vom Luxuszug Belmond befahren.

Auf dem Altiplano entlang der Zugstrecke von Arequipa nach Puno

Auf dem Altiplano entlang der Zugstrecke von Arequipa nach Puno

Pampa Canahuas

Die Fahrt von Arequipa nach Chivay führt uns weiter durch die wunderschöne Pampa Canahuas. Wir sind jetzt schon auf 3.800 Meter Höhe. Ich stelle fest, dass es mir noch gut geht und kaue weiter auf meinen Kokablättern. Die Pampa Canahuas ist ein Hochmoor und empfängt uns mit grünlichen Tönen.

Teich auf dem Altiplano mit Spiegelung

Teich auf dem Altiplano mit Spiegelung

Bei der Weiterfahrt erblicken wir immer wieder erblicken wir die Kamele von Peru: Lama, Vicunjas und Alpakas.

Patahuais

In Patahuasi erfolgte danach eine Pause. Hier zweigt die Straße in Richtung Chivay ab. Die andere Straße führ nach Cusco bzw. Juliaca und Puno am Titicacasee.

Blick auf dem Altiplano mit Vulkan Misti

Blick auf dem Altiplano mit Vulkan Misti

Neben den üblichen kleinen Souvenirständen laufen auch einige Alpakas herum. Ich nahm einmal ein Babyalpaka an der Leine.

Mit einem Babyalpaka beim Stopp in Patahuasi

Mit einem Babyalpaka beim Stopp in Patahuasi

Auf der anderen Straßenseite sind Reste vom Lava an den Felsen. Die Vulkane sind hier präsenter als ich gedacht habe.

Vulkangestein bei Patahuasi

Vulkangestein bei Patahuasi

Wer möchte kann im Restaurant auch einen Mate de Coca trinken und Wasser kaufen. Und was alle benötigten waren die Toiletten. Wegen der Höhe verbraucht der Körper viel Wasser. Und daher waren wir den ganzen Tag kräftig am Trinken.

Patapampa Pass – Mirador de los Andes

Nach diesem Stopp setzten wir die Fahrt zum Patapampa Pass fort. Ich war jetzt wegen der Höhe total gespannt und holte mir neue Coca Blätter. Die Landschaft ist wirklich sehr beeindruckend. Nach verschiedenen Anstiegen und Kehren erreichen wir schließlich die Passhöhe.

Stopp beim Mirador de los Andes

Stopp beim Mirador de los Andes

Die Passhöhe hat den Namen Mirador de los Andes und auf dem Schild steht, dass ich mich jetzt auf knapp über 4.900 Meter Höhe befinde. So hoch war ich noch nie in meinem Leben. Die vielen Steinmännchen rund um die Passhöhe sind zu Ehren der Gottheit Pachamama.

Steinmännchen beim Mirador de los Andes

Steinmännchen beim Mirador de los Andes

Von hier hatten wir einen Rundumblick auf die vielen Berge und Vulkane mit einer Höhe von über 6.000 Meter.

Blick auf die Vulkane vom Mirador de los Andes

Blick auf die Vulkane vom Mirador de los Andes

Einige Vulkane sind noch aktiv und das versaute uns an diesem Tag eine gute Fernsicht. Es war etwas dunstig.

Steinmännchen am Mirador de los Andes

Steinmännchen am Mirador de los Andes

Für die verschiedenen Vulkane sind Tafeln mit den Namen und Höhen aufgestellt. Es beeindruckte mich auf dieser Höhe von 4.9000 Meter zu sein und von hier noch höhere Berge zu sehen. Der Mont Blanc als höchster Gipfel in den Alpen ist 4.810 Meter hoch und ich war hier höher.

Mirador de los Andes

Mirador de los Andes

Beim Gehen spürte ich jetzt durchaus die Höhe. Schnell war ich hier außer Atem als ich für die Bilder unterwegs war.

Pass und Strasse beim Aussichtspunkt der Vulkane

Pass und Strasse beim Aussichtspunkt der Vulkane

Von der Passhöhe Patapampa ging es anschließend stetig bergab. Weiter unten sind die Kehren zu sehen und in der Ferne Chivay.

Passstrasse nach Chivay

Passstrasse nach Chivay

Chivay

Die Landschaft veränderte sich wieder. Die Erdtöne verschwanden und machten den Grüntönen Platz. Schließlich erreichten wir nach vielen Kehren auf 3.600 Meter Höhe Chivay. In Chivay hielten wir zuerst an einem Restaurant und bedienten uns am Buffet. Obwohl einige Reisegruppen dort waren, war das Angebot am Buffet durchaus ansprechend. Bei der Höhe empfiehlt sich leichte Koste auszuwählen.

Mittagspause mit Essen in Chivay

Mittagspause mit Essen in Chivay

Und vom Restaurant in Chivay erblickten wir plötzlich einen Vulkan, der Asche spuckte.

Blick auf einen Vulkan bei Chivay

Blick auf einen Vulkan bei Chivay

Ich holte schnell mein Teleobjektiv aus der Tasche. Der Anblick erinnerte mich an die Vulkane in Indonesien. Es erinnerte mich an den Sonnenaufgang am Vulkan Bromo, wo im Hintergrund auch ein größerer Vulkan aktiv war.

Aktiver Vulkan bei Chivay

Aktiver Vulkan bei Chivay

Anschließend wurden wir zum Hotel gebracht und die Zimmer verteilt. Die Hotels in Chivay sind recht einfach. Das Zimmer war spärlich eingerichtet und kalt. Wir schauten uns fragend an, wie wir wohl die Nacht bei dieser Kälte überstehen sollen.

Der Großteil der Reisegruppe fuhr anschließend zu den Thermalquellen in der Nähe. Wir fragten die Reiseführerin, ob sie uns ein Taxi organisieren kann, dass uns nochmals etwas die Straße nach oben bringen konnte. Wir wollten noch Bilder von Chivay machen. So fuhren wir anschließend mit dem Taxi einige Kilometer wieder zurück und konnten einige schöne Aufnahmen von Chivay und den Terrassen machen.

Blick auf Chivay

Blick auf Chivay

Die Terrassen bei Chivay erleuchten in den verschiedenen Farben. Wieder machten wir eifrig Bilder.

Blick auf Chivay

Blick auf Chivay

Chivay ist ein kleines Dorf mit ca. 5.000 Einwohner. Nach Einbruch der Dunkelheit zog es uns auf die Straße. Wir hielten Ausschau nach dem Sternenhimmel. So viele Sterne habe ich zuvor noch nie leuchten gesehen. Es war absolut faszinierend.

Sternenhimmel in Chivay

Sternenhimmel in Chivay

Wir hatten noch etwas Proviant dabei und kauften dazu Wasser. Ich hatte mittlerweile heftige Kopfschmerzen und legte mich einfach ins Bett. Zuvor nahm ich noch eine Kopfschmerztablette. Das Bett hatte schwere Inkadecken. Die wärmten mich tatsächlich. Um die Füße hatte ich noch meinen Anorak gewickelt. Ich wollte einfach schlafen und hoffte, dass dabei meine Kopfschmerzen verschwinden.

Colca Canyon, Cruz del Condor und Fahrt nach Puno

Ich schlief sehr lange, da ich mich schon früh hingelegt hatte. In der Nacht hatte ich immer wieder Wasser getrunken und meine Kopfschmerzen waren fast verschwunden. Die Führerin erklärte mir, dass fast jeder zu Beginn mit Kopfschmerz kämpft. Das liegt bei dieser Tour vor allem daran, dass man kurz auf 4.900 Meter ist und dann sofort wieder hinunter auf 3.600 Meter in Chivay fährt. Die Aussage beruhigte mich erst einmal.

Das Frühstück um 6 Uhr war wie die Unterkunft recht einfach. Brötchen, Marmelade, Kaffee oder Tee gab es. In den Anoraks saßen wir um einen Tisch herum. Danach ging es schon um 6:30 Uhr in den Bus.

Yanyue

Ich war gespannt, ob wir am Cruz del Condor auch wirklich einen Condor sehen würden. Zuerst ging es in das nächste Dorf Yanque. Bei einem kurzen Stopp konnten wir die dortige Kirche besichtigen. Zugleich werden auf dem Plaza Tänze aufgeführt.

Kirche in Yanque

Kirche in Yanque

Ich kaute mal wieder auf einer Portion Cocablätter herum. Sicher ist sicher. Aus dem Fenster konnten wir bei der Weiterfahrt auf die alten Terrassen der Inka blicken. Das Colca Tal war die Kornkammer der Inka. Die Terrassen wurden über Jahrtausende erbaut und sind auch heute noch in Betrieb.

Wir machten einen kurzen Stopp für die Toiletten und ich nutze diesen für einige Bilder.

Colca Canyon in Richtung Cruz del Condor

Colca Canyon in Richtung Cruz del Condor

Morgens wäre das schönere Licht, um den Canyon in westliche Richtung zu fotografieren. Das beißt sich jedoch leider, dass man auch früh am Aussichtspunkt für den Condor sein soll.

Cruz del Condor

Die Straße steigt hin und wieder leicht an und geht dann auch wieder bergab. Größere Höhenunterschiede gibt es nicht mehr zum Cruz del Condor. Man sollte vor 10 Uhr morgens am Aussichtspunkt Kreuz des Kondor sein. Bis zu dieser Uhrzeit ist die Wahrscheinlichkeit am Größten, den Vogel zu sehen. Der Condor nutzt die morgendliche Thermik für seine Flüge über dem Colca Canyon.

Zu diesem Aussichtspunkt fahren natürlich viele Busse. Wir gingen anschließend zu einer der Aussichtsterrassen am Colca Canyon. Mit dem Teleobjektiv hielt ich Ausschau nach den Condoren.

Auf Fotopirsch beim Cruz del Condor

Auf Fotopirsch beim Cruz del Condor

Es dauerte nicht lange und der erste Condor (Kondor) tauchte auf. Perfekt.

Condor beim Cruz del Condor

Condor beim Cruz del Condor

Unzählige Bilder machte ich hier auf der „Jagd“ nach dem Condor. Mal näher, mal weiter entfernt, schwebte er an mir vorbei. Der Condor hat eine Spannbreite von 2 – 3 Meter und nutzt die Thermik über dem Canyon.

Ein Condor zieht seine Kreise

Ein Condor zieht seine Kreise

Von den vielen Bildern waren einige Aufnahmen wirklich gelungen und zeigen den Condor wie er elegant seine Kreise zieht. Immer wieder tauchte ein Condor plötzlich hinter den Felsen auf und zog über dem Canyon seine Bahnen. Und genauso wie er auftauchte, verschwand er auch wieder.

Flug des Condor über dem Colca Canyon

Flug des Condor über dem Colca Canyon

Colca Canyon

Je nachdem ist der Colca Canyon der tiefste Canyon der Welt oder nach dem Grand Canyon der zweittiefste. Misst man vom höchsten Gipfel bis zum Grund des Canyon, sind es 3.269 Meter Tiefe. Misst man jedoch vom Rand der Schlucht, dann sind es 1.200 Meter. Für Peru ist es der tiefste Canyon der Welt.

Colca Canyon beim Cruz del Condor

Colca Canyon beim Cruz del Condor

Leider kann man die Tiefe von den Aussichtspunkten nur erahnen.

Colca Canyon beim Cruz del Condor

Colca Canyon beim Cruz del Condor

Vor dem Start der Rückfahrt nach Chivay fragten wir die Reiseleiterin, ob wir noch einen Stopp für Bilder einlegen können. Das wollte sie gerne für uns machen. Die Sonne stand jetzt besser als am frühen Morgen. Auf dem Rückweg erblickten wir diese Einheimische mit den beiden Mauleseln.

Peruanerin mit Mauleseln

Peruanerin mit Mauleseln

Blick in Richtung Osten in den Colca Canyon. Die Landschaft weist durch den Canyon und die Terrassen schöne Strukturen auf.

Blick in den Colca Canyon in Richtung Chivay

Blick in den Colca Canyon in Richtung Chivay

Und wir machten dann sogar noch einen weiteren Stopp und waren glücklich, dass wir von unterschiedlichen Punkten weitere Bilder machen konnten. Hier war ein goldfarbenes Steinmännchen und dahinter die Inka-Terrassen.

Steinmännchen und Inkaterrassen

Steinmännchen und Inkaterrassen

Beim Blick in Richtung Chivay war jetzt kein Gegenlicht mehr.

Blick in den Colca Canyon und Inkaterrassen

Blick in den Colca Canyon und Inkaterrassen

Ich setzte mich an den Rand des Canyon und genoss einfach einige Minuten diesen Anblick in Ruhe.

Blick in den Colca Canyon

Blick in den Colca Canyon

Im späten Licht des Vormittags leuchten die Terrassen goldfarben. Die unterschiedlichen Farben entstehen durch den Anbau von verschiedenen Gemüsen.

Panorama des Colca Canyon Richtung Chivay

Panorama des Colca Canyon Richtung Chivay

Maca

In dem Dorf Maca stoppten wir erneut. Rund um den Plaza warteten die peruanischen Frauen auf die Touristen.

Frau mit Alpaka in Maca

Frau mit Alpaka in Maca

Das Highlight von Maca ist die Kirche beim Plaza.

Kirche in Maca

Kirche in Maca

Die schneeweiße Fassade bildete einen starken Kontrast zum blauem Himmel.

Kirche in Maca

Kirche in Maca

In der Kirche blickten wir auf einen goldenen Altar.

Altar in der Kirche in Maca

Altar in der Kirche in Maca

Wer am Colca Canyon bzw. Cruz del Sur Pech hatte und keinen Condor sehen konnte, kann am Plaza einen Condor sehen, der von den Frauen gezeigt wird. Leider sind diese Vögel an einer Schnur befestigt und dienen als reine Touristenattraktion.

Zur Mittagszeit waren wir in Chivay zurück. Wieder ging es in ein Restaurant mit Buffet. Das Essen dort war nicht so gut wie am Tag zuvor.

Die Strecke von Chivay nach Puno war zuerst die gleiche Strecke wie am Vortag. Zuerst ging es wieder hinauf zum Patapampa auf 4.900 Meter Höhe. Ich nahm gleich einmal wieder einige Coca Blätter in den Mund. Nur dieses Mal ohne einen Stopp. Schade, denn heute wäre die Sicht sehr viel besser gewesen.

Obwohl es bis zum Parkplatz Patahuasi die gleiche Strecke war, machte ich bei der schönen Landschaft große Augen. Auf dem Parkplatz Patahuasi hieß es für uns vom Fahrer und der netten Reiseführerin Abschied zu nehmen. Die Reiseführerin war großartig gewesen und sehr viel in Englisch und Spanisch erklärt.

Die meisten im Bus fuhren zurück nach Arequipa. Wir wechselten mit unserem Gepäck in einen leeren Bus, der nach einer Pause nach Puno am Titicacasee startete. Zuvor hatten wir Wasser gekauft. Die Fahrt von hier führte uns über den Altiplano.

Auf dem Altiplano Richtung Puno

Auf dem Altiplano Richtung Puno

Neben uns war wieder die Bahnstrecke von Arequipa nach Puno.

Laguna Lagunillas

An einem Aussichtspunkt auf die Laguna Lagunillas stoppten wir nochmals. Der See liegt auf 4.174 Meter Höhe. Die Landschaft versetze mich schon 2 Tage lang in Staunen. Immer wieder andere Farben und Strukturen. Hin und wieder auch etwas schwerer, was das Auge sah, mit der Kamera festzuhalten.

Blick auf die Laguna Lagunillas

Blick auf die Laguna Lagunillas

Ein junges Alpaka näherte sich uns und unser Guide erklärte uns, dass es gerne Coca Blätter frisst. Und tatsächlich es war ganz vernarrt in diese Blätter.

Babyalpaka bei der Laguna Lagunillas

Babyalpaka bei der Laguna Lagunillas

Es wurde langsam dunkel und wir durchquerten Juliaca. Der Reiseführer erklärte uns, dass es hier alles möglichen gefälschten Waren zum Kaufen gibt. Und er erklärte uns, dass Juliaca die sauberste Stadt in Peru ist, denn hier wird sogar das Geld gewaschen.

In der Dunkelheit ging es weiter nach Puno. Man wird bei dieser Tour nicht nur im Hotel abgeholt, sondern mit dem Bus direkt zum Hotel gebracht. Wir konnten also direkt an unserem Hotel in Puno am Titicacasee aussteigen. Eine sehr beeindruckende Tour ging damit für uns zu Ende. Gleichzeitig freuten wir uns, am Titicacasee angekommen zu sein.

Fazit und Tipps zur Tour zum Colca Canyon

  • Die Touren werden mit Colca Canyon und Condor beworben. Das sind auch Highlights der Tour. Jedoch bietet die Tour mit dem Blick auf die vielfältigen Landschaften noch ein ganz besonderes Highlight. Die Inkaterrassen und die Passstraße sind was ganz Besonderes. Und natürlich auch Lama, Vicunjas und Alpakas.
  • Ich habe die Colca Canyo Tour 2 Tage/1 Nacht bei FindLocalTrips über das Internet gebucht. Bereits vor der Reise hatte ich per eMail einige Fragen und bekam sehr schnell die Antworten dazu. Man kann am Vortag per Mail auch die Tour kostenfrei auf einen anderen Tag umbuchen. Das ist Vorteilhaft, wenn man doch die Reise noch kurzfristig anders planen möchte. Die Tickets werden als PDF per Mail zugesendet. Hat alles sehr gut bei uns funktioniert. FindLocalTrips bietet unterschiedliche Touren beim Colca Canyon an. Es gibt auch weitere Touren in Peru und anderen Ländern.
  • Die Übernachtung und das Frühstück waren bei der Tour dabei. Der Eintritt zum Colca Canyon und alle anderen Mahlzeiten müssen selbst bezahlt werden.
  • Wir haben die Tour so gebucht, dass wir dann am 2. Tag direkt nach Puno am Titicacasee weitergereist sind. Es ist kein Problem, das gesamte Gepäck im Bus mitzunehmen. Diese Variante hat den Vorteil, dass man nicht zurück nach Arequipa muss und evtl. am nächsten Tag dann nach Puno fährt. So haben wir einen Tag gewonnen.
  • Ein paar aus der Gruppe haben statt in Chivay in Yanque in einer Lodge übernachtet. Sie meinten am nächsten Morgen, dass diese ganz in Ordnung war. Vielleicht eine Alternative zu den einfachen Hotels in Chivay.
  • Gegen die Höhenkrankheit viel Wasser mitnehmen und Trinken. Das ist ganz wichtig.
  • Wir hatten während der Tour Sonnenschein und das Wetter im Colca Canyon war hervorragend im Juni. Tagsüber wurde es warm und nachts aber kalt. Daher für alle Temperaturen die richtige Kleidung mitnehmen. Unbedingt Sonnenmilch mitnehmen.
  • Es gibt auch eine 1 Tagestour, die nachts um 3 Uhr startet (für diejenigen, die nicht viel Zeit haben). Dabei geht es ohne Stopp zum Cruz del Sur und auf der Rückfahrt erfolgt ein Stopp in Chivay und auf der Passhöhe Patapampa.
  • Es gibt auch 2 Tagestouren und länger mit Trekking im Colca Canyon. Dabei besteht die Möglichkeit in den Canyon abzusteigen. Sicher auch ein tolles Erlebnis.

Seit über 30 Jahren auf der Welt unterwegs. Ich liebe Individualreisen und auch den Komfort und Luxus in der Zwischenzeit. Vom Backpacker zum Flashpacker. Meine bevorzugte Reiserichtung ist Asien. Hinzu kommen Reisen in Europa mit vielen Wochenendtrips.

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