Tour von Hinterstein zum Schrecksee in den Allgäuer Hochalpen

An einem der letzten schönen Sommertage Ende September machten wir unsere Tour von Hinterstein zum Schrecksee in den Allgäuer Hochalpen. Der Schrecksee liegt auf 1873 Meter inmitten des Naturschutz- und Natura 2000-Gebiets Allgäuer Hochalpen. Auf Bildern hatten wir den Schrecksee gesehen und wollten unbedingt diesen mit eigenen Augen sehen. Natürlich hatten wir die Kamera mit dabei.

Die eigentliche Tour zum Schrecksee beginnt am Elektrizitätswerk Auele. Wir hatten Glück und am Parkplatz „Auf der Höh“ noch den Bus erwischt. Damit konnten wir die Kräfte bis hierher schonen.

Wegweiser beim Elektrizitätswerk zum Schrecksee

Wegweiser beim Elektrizitätswerk zum Schrecksee

Ab diesem Punkt warteten 900 Höhenmeter bis zum Schrecksee auf uns. Wir waren total gespannt und motiviert. Es war 8:30 und die ersten Sonnenstrahlen erhellten die Gipfel der umliegenden Allgäuer Alpen Ende September.

Morgendlicher Blick auf die Allgäuer Alpen

Morgendlicher Blick auf die Allgäuer Alpen

Direkt ab dem Elektrizitätswerk geht es steil nach oben. Das ist aber nicht die einzige Herausforderung. Der Weg, wenn man ihn teilweise überhaupt so nennen kann, führt über Geröll. Größere und kleinere Steine müssen auf dem Weg nach oben überquert werden.

Aufstieg bei der Tour von Hinterstein zum Schrecksee

Aufstieg bei der Tour von Hinterstein zum Schrecksee

Nach guten 30 Minuten Aufstieg erreichen wir einen kleinen Stausee.

Kleiner Stausee beim Tagesspeicher Taufenalpe

Kleiner Stausee beim Tagesspeicher Taufenalpe

Eine kurze Verschnaufspause für Bilder gönnten wir uns hier. Wie wussten, dass wir noch einige Höhenmeter vor uns hatten. Und nach dieser wirklich kurzen Erholung ging es auch sofort wieder weiter steil nach oben.

Aufstieg bei der Tour von Hinterstein zum Schrecksee

Aufstieg bei der Tour von Hinterstein zum Schrecksee

Nach weiteren 15 Minuten Aufstieg erreichen wir die Taufersalpe. Hier können wir zum ersten Mal richtig durchatmen, denn es ging nur leicht bergauf bei dieser Alm. Es geht über eine Holzbrücke.

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Einige Minuten geht es fast eben über die Taufersalpe. Dabei geht jedoch der Blick auf diese Wand vor uns, die wir noch überwinden müssen.

Blick von der Taufersalpe

Blick von der Taufersalpe

Entlang dieser Wand geht es anschließend aufwärts. Der Übergang von der Alm war erst sanft und steigerte sich langsam.

Anstieg von der Traufersalpe zum Schrecksee

Anstieg von der Traufersalpe zum Schrecksee

Von diesem Weg hatten wir einen schönen Blick zurück auf die Traufersalpe.

Blick auf die Taufersalpe

Blick auf die Taufersalpe

Es war bei der Anstrengung durch den steilen Aufstieg immer wieder schwierig auch die Landschaft zu genießen. Das letzte Teilstück hat es in sich. Es geht steil nach oben, Felsen liegen im Weg und ich halte mich immer wieder am Drahtseil fest. Es ist rutschig auf dem Weg, da kleine Rinnsale herunterfließen.

Aufstieg zum Schrecksee

Aufstieg zum Schrecksee

Der Anstieg ist geschafft und nochmals ein Blick zurück nach Hinterstein. Von hier ab geht es wieder über eine Alm Richtung Schrecksee.

Blick ins Tal nach Hinterstein

Blick ins Tal nach Hinterstein

Nach den letzten Minuten über die Alm dann der Blick auf den Schrecksee. Erst einmal zu Atem kommen und dann den Anblick genießen.

Blick auf den Schrecksee

Blick auf den Schrecksee

Der Anstieg und die Anstrengung hat sich bei diesem Bergpanorama wirklich gelohnt.

Panaorama vom Schrecksee

Panaorama vom Schrecksee

Was wirklich schönes bei dieser Tour ist, dass man den See nur zu Fuß erreicht. Keine Strasse und Seilbahn führen hierher. Man muss diesen Aufstieg bewältigen. Es ist ein wunderbares Gefühl für mich, dann in die Wiese zu setzen und den Anblick zu genießen.

Picknick bei Sonne am Schrecksee

Picknick bei Sonne am Schrecksee

Alle die hier oben ankommen, setzen sich auf die Wiese, ruhen etwas und dann wird das Vesper ausgepackt. Darauf freute ich mich auch. Ich hatte nach dem Anstieg einfach richtig Hunger.

Picknick am Schrecksee mit Tomaten und Gurken

Picknick am Schrecksee mit Tomaten und Gurken

Neben dem Obst, das ich im Rucksack hatte, gab es für unser Picknick am Schrecksee auch Wurst und Käse.

Picknick am Schrecksee mit Wurst und Käse

Picknick am Schrecksee mit Wurst und Käse

Wir gingen nach unserer Pause mit dem Vesper noch etwas einen anderen Berghang für Bilder nach oben.

Blick auf den Schrecksee

Blick auf den Schrecksee

Danach ging es den gleichen Weg zurück zum Elektrizitätswerk Auele. Es gibt auch eine Alternative  mit einer Tour zum Rauhhorn und von dort dann nach Hinterstein.

Wegweiser am Schrecksee

Wegweiser am Schrecksee

Für den Abstieg haben wir 2 Stunden benötigt. Der Abstieg ist nicht mehr so anstrengend, jedoch verlangt er volle Konzentration. Es ist steil und die Steine auf dem Weg sind durch Nässe teilweise sehr rutschig. Drei Mal stolperte ich und konnte gerade noch so einen Sturz vermeiden.

20 Minuten vor Abfahrt des Bus kamen wir am Elektrizitätswerk Auele. Mit uns warteten zahlreiche Wanderer auf den Bus. Es kamen dann zwei Busse vom Giebelhaus, die jedoch schon sehr voll waren. Mit Glück ergatterten wir uns einen der letzten Stehplätze. Alle anderen mussten zu Fuß nach Hinterstein wandern.

Meine Tipps für die Tour von Hinterstein zum Schrecksee

  • Anfahrt Schrecksee mit dem Auto: Ich habe das Auto am Ortsende von Hinterstein auf dem Parkplatz „Auf der Höhe“ geparkt. Um 8 Uhr morgens einen der letzten Parkplätze bekommen. Parkgebühr beträgt 2 Euro für den ganzen Tag.
  • Mit dem Bus bin ich zur Haltestelle Auele gefahren und mir damit etwa 3,5 KM gespart. Das Busticket kostet 2,20 Euro. Der Bus fährt stündlich. Informationen zum Busfahrplan von Wechs.
  • Genügend Zeit für die Tour einplanen, damit du am Schrecksee den Ausblick genießen kannst und in Ruhe Vespern kannst.
  • Genügend Wasser mitnehmen.
  • Wenn du genügend Kondition hast, ist die Fortsetzung zum Rauhhorn sicher eine gute Variante.
  • Festes Schuhwerk ist notwendig und je nachdem Kleidung zum Wechseln, wenn man verschwitzt oben ankommt.

Seit über 30 Jahren auf der Welt unterwegs. Ich liebe Individualreisen und auch den Komfort und Luxus in der Zwischenzeit. Vom Backpacker zum Flashpacker. Meine bevorzugte Reiserichtung ist Asien. Hinzu kommen Reisen in Europa mit vielen Wochenendtrips.

6 Replies to “Tour von Hinterstein zum Schrecksee in den Allgäuer Hochalpen”

    • Thomas Autor dieses Beitrags:

      Wir hatten Bilder davon gesehen und wollten dann unbedingt selbst mit der Kamera Bilder machen. Anstrengend aber hat sich auch wirklich gelohnt

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