Schlafend nach Venedig

Für unsere Reise nach Venedig probierten wir mal was Neues aus: eine Fahrt im Schlafwagen. Genauer gesagt ging es mit dem City Night Line (CNL) von München nach Venedig. Über das Italien Spezial Angebot bei der Deutschen Bahn hatten wir ein Abteil im Schlafwagen gebucht. Toilette und Dusche waren im Abteil (Deluxe Double) inklusive.

Schlafwagen in München am Bahnsteig

Schlafwagen in München am Bahnsteig

Wir hätten auch mit dem Auto fahren können oder per Flug. Wir wählten jedoch diese Variante. Hin- und Rückfahrt über Nacht und damit den ganzen Tag in Venedig sein zu können gab den Ausschlag (und damit 2 Übernachtungen in Venedig sparen).

Aber jetzt der Reihe nach. In München startete unsere Fahrt mit dem CNL 40463 von Gleis 12.

Einstieg in den Schlafwagen nach Venedig in München

Einstieg in den Schlafwagen nach Venedig in München

In unserem Abteil waren die Betten schon zum Schlafen hergerichtet und 2 Flaschen Wasser standen bereit. Schnell noch vor der Abfahrt einige Bilder vom Bahnsteig und schon war die Abfahrt um 23:40.

Schlafwagen Double Deluxe

Schlafwagen Double Deluxe

Im Abteil machten wir noch einige Bilder und anschließend kam der Schaffner und gab uns eine kleine Einweisung in unser Abteil. Der Zug hat nicht nur die Wagen nach Venedig sondern auch noch nach Budapest und Zagreb und fährt daher nicht über Verona sondern Villach.

Schlafwagen Double Deluxe

Schlafwagen Double Deluxe

Dusche im Schlafwagen Double Deluxe

Dusche im Schlafwagen Double Deluxe

Wir legten uns nach der Anweisung auch gleich in die Betten und machten das Licht aus. Wir haben beide in dieser Nacht sehr gut geschlafen. Die Fahrt verläuft sehr ruhig und die Zugbewegungen sind fast nicht zu spüren. Manchmal haben wir gemerkt, dass der Zug zum Stehen gekommen ist. Praktisch war, dass wir eine Toilette im Abteil hatten und wir nachts nicht hinaus über den Gang gehen mussten.

Morgens wurden wir von einem Signalton geweckt, den der Schaffner einstellen kann. Das war 1:45 Stunden vor Ankunft des Zuges in Venedig und uns einfach zu früh. Also Alarm abgestellt und weiter geschlafen. Etwa 45 Minuten vor Ankunft klopfte der Schaffner an unsere Tür und brachte uns das Frühstück.

Das Rollo am Fenster schoben wir nach oben. Ja eindeutig Bella Italia: die vorbeiziehenden Häuser zeigten das. Dazu Sonne. Die Stimmung bei uns war sofort hervorragend (und noch dazu, da wir gut geschlafen hatten).

Frühstück mit dem Blick auf die vorbeiziehende Landschaft und Orte. Sehr schöne Sache.

Frühstück im Schlafwagen

Frühstück im Schlafwagen

Von Mestre geht es über die Brücke auf die Lagune nach Venedig und wir konnten schon die ersten Blicke erhaschen.

Erster Blick auf Venedig vom Zug

Erster Blick auf Venedig vom Zug

Erster Blick auf Venedig vom Zug

Erster Blick auf Venedig vom Zug

Den Bahnhof von Venedig erreichte der Zug überpünktlich sprich um einige Minuten vor der geplanten Ankunft um 08:33 Uhr.

Ankunft in Venedig

Ankunft in Venedig

Raus aus dem Bahnhof und dort fiel unser Blick nicht nur auf den Canale Grande und die umliegenden Häuser sondern auch das Tourist Office.

Bahnhof von Venedig

Bahnhof von Venedig

Erster Blick vom Bahnhof aus in Venedig

Erster Blick vom Bahnhof aus in Venedig

Canale Grande mit San Simeon Piccolo

Canale Grande mit San Simeon Piccolo

Ich ging dort hinein und kaufte uns zwei 3-Tageskarten (25 Euro) für den Vaparetto (das sind die „Wasserbusse“). Noch kurz nach der richtigen Abfahrtsstelle der Linie 1 gefragt und als dort ankamen, konnten wir sofort in einen Vaparetto einsteigen.

Start mit Vaparetto auf dem Canale Grande

Start mit Vaparetto auf dem Canale Grande

Die Vaparetto sollten unsere Lieblinge werden. Es war herrlich damit über den Canale Grande zu tuckern (sie fahren relativ langsam). Wir hatten über Housetrip eine Ferienwohnung gebucht und auf dem Schiff wählte ich die Nummer des Vermieters. Eine Haltestelle nach Rialto war unser Ausstieg bei San Silvestro. Super zentral gelegen.

Unser Vermieter empfing uns und zeigte uns den Weg durch die Gassen. Ganz verwinkelt und eng ging es teilweise zu und dann links ab in eine Seitengasse. Und da war unsere Ferienwohnung. Unser Vermieter war sehr freundlich und hilfsbereit.

Ferienwohnung Venedig

Ferienwohnung Venedig

Blick in Küchenzeile der Ferienwohnung

Blick in Küchenzeile der Ferienwohnung

Esstisch in der Ferienwohnung

Esstisch in der Ferienwohnung

Wir stellten nur unser Gepäck in die Wohnung und marschierten zu einem Coop, den uns der Vermieter auf dem Weg gezeigt hatte. Einkauf schnell erledigen, zurück in die Ferienwohnung und dann ging es auch schon los: Mit den Kamera’s bewaffnet waren wir 3 Tage in Venedig unterwegs.

Das sind natürlich eigene Beiträge wert, in denen wir zeigen, was wir alles erkundet haben.

Seit über 30 Jahren auf der Welt unterwegs. Ich liebe Individualreisen und auch den Komfort und Luxus in der Zwischenzeit. Vom Backpacker zum Flashpacker. Meine bevorzugte Reiserichtung ist Asien. Hinzu kommen Reisen in Europa mit vielen Wochenendtrips.

6 Replies to “Schlafend nach Venedig”

  1. Johannes

    Interessant, dass ihr so gut schlafen könnt. Hatte immer Angst, dass man nicht gut schlafen kann bei den ganzen Zugbewegungen.

    Wieviel habt ihr denn für die Zugfahrt gezahlt?

    LG Johannes.

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  2. Frank

    Das ist doch mal eine gute Alternative zu stundenlangen Autofahrten oder Flügen. Und das Ziel hat auf jeden Fall einiges zu bieten. Sehr schöne Fotos 😉

    Antworten
  3. Tomas

    Ich komme gerade aus Venedig und hab die Zugreise gebucht über
    die DB. Ich fand das Preis Leistungsverhältniss enttäuschend.
    Das Abteil ist sehr klein. Das schlimmste war jedoch , das in unserem
    DeLüx Abteil kein fließend Wasser gab. Das ganze hätte ich mir schenken
    können. Wie ich vom Schaffner erfahren habe, springt anscheinend
    immer die Sicherung heraus und dies wird nicht repariert. Eigentlich
    Betrug am Kunden, denn dies wird wissentlich von der DB in Kauf genommen.
    Toilette ging. Man sollte an sich keine großen Erwartungen haben.
    Ich würde eine Delux Buchung mit Dusche/WC nicht empfehlen. Zu teuer.

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