Erlebnis Fuji – Meine Tipps für die perfekte Anreise

Ein einzigartiges Erlebnis Fuji möchtest du haben?  Mit meinen Tipps gelingt es dir. Du kannst dir mit meinen Tipps dein eigenes Erlebnis Fuji zusammenstellen. Ich zeige die meine Variante, die ich ausgewählt habe und zeige dir aber auch Alternativen dazu.

Anreise zum Erlebnis Fuji

Der spannende und erlebnisreiche Teil der Anreise zum Erlebnis Fuji startet im Bahnhof Hakone Yumoto. Von dort geht es in 3 Etappen mit Eisenbahn, Standseilbahn und Seilbahn Richtung Fuji.

Eisenbahn von Hakone Yumoto nach Hakone Gora

Im Bahnhof Hakone Yumoto startet die Hakone-Tozan-Linie. Der deutsche Begriff Bergbahnlinie gibt schon den ersten Hinweis, was einem auf dieser Fahrt erwartet. Setze dich für die Fahrt am Besten in den ersten oder letzten Wagen direkt hinter dem Führerstand für eine optimale Sicht.

Zug von Hakone Yumoto nach Hakone Gora

Zug von Hakone Yumoto nach Hakone Gora

Ich sitze direkt hinter dem Lokführer und habe den optimalen Blick auf die eingleisige Strecke. An einer Haltestelle wartet ein Zug auf die Begegnung.

Im Führerstand beim Zug von Hakone Yumoto nach Hakone Gora

Im Führerstand beim Zug von Hakone Yumoto nach Hakone Gora

Wie du sehen kannst, macht mir die Fahrt sehr viel Spaß.

Zug von Hakone Yumoto nach Hakone Gora

Zug von Hakone Yumoto nach Hakone Gora

Die Hakone-Tozan-Linie überwindet auf ihrem Weg vom Bahnhof Yumoto nach Gora einen Höhenunterschied von 527 Meter. Um diesen Höhenunterschied zu bewältigen, gibt es Spitzkehren. Der Zug fährt hier an einem Berghang nach oben und die Spitzkehren benötigen zur Bewältigung des Höhenunterschied wenig Platz und sind mit geringen technischen Aufwand verbunden (ansonsten müsste man Tunnel mit Kehren wie bei der Schwarzwaldbahn bauen).

Wendegleis auf der Strecke nach Hakone

Wendegleis auf der Strecke nach Hakone

Auf dem Video zeige ich wie das mit der Spitzkehre funktioniert.

Bei der Ankunft im Bahnhof Hakone Gora überraschten uns diese Kuhglocken. Wir waren wohl in der japanischen Schweiz angekommen.

Ankunft im Bahnhof Hakone Gora

Ankunft im Bahnhof Hakone Gora

Die erste Etappe für das Erlebnis Fuji war geschafft und direkt im Bahnhof wechselten wir zur zweiten Etappe.

Standseilbahn von Hakone Gora nach Sounzan

Wir wechseln das Verkehrsmittel von der Eisenbahn zur Standseilbahn. Wieder liegen einige Höhenmeter vor uns. Von 550 Metern geht es damit auf 760 Meter über dem Meer.

Standseilbahn von Hakone Gora nach Sounzan

Standseilbahn von Hakone Gora nach Sounzan

Wie üblich bei einer Standseilbahn befindet sich auf der Hälfte der Strecke die Stelle, an denen sich die beiden Züge begegnen.

Standseilbahn von Hakone Gora nach Sounzan

Standseilbahn von Hakone Gora nach Sounzan

Die Standseilbahn hält an verschiedenen Stationen auf ihrem Weg nach oben.

Standseilbahn von Hakone Gora nach Sounzan

Standseilbahn von Hakone Gora nach Sounzan

Wir fahren bis zur Endstation Sounzan, wo das nächste Verkehrsmittel an diesem Tag auf uns wartet.

Seilbahn von Sounzan nach Ubako

Die letzte Etappe bei der Anreise führt mit der Seilbahn von Sounzan nach Ubako. Hier waren wir jetzt auf 880 Meter über dem Meer.

Seilbahn von Sounzan zum Ashai-See

Seilbahn von Sounzan zum Ashai-See

Wir mussten bei der Station Ubako aus der Seilbahn aussteigen, da wir hier unser Hotel reserviert hatten. Zu Fuß konnten wir zum Hotel gehen.

Hotel zum Erlebnis Fuji

Du möchtest das Erlebnis Fuji nicht nur einen Augenblick erleben, dann gebe ich dir den Tipp ein Hotel zu buchen mit einem Ausblick zum Fuji. Optimal ist natürlich ein Zimmer mit Aussicht zum Fuji. Eine oder weitere Übernachtungen erhöhen auch die Chancen den Vulkan Fuji zu sehen. In der Umgebung von Hakone gibt es hierfür verschiedene Hotels bzw. Ryokans in den unterschiedlichsten Preiskategorien.

Wir hatten zwei Übernachtungen im Hotel Green Plaza in der Nähe der Seilbahnstation Ubako gebucht. Für unser persönliches Erlebnis Fuji hatten wir ein japanisches Zimmer mit direkten Blick auf den Fuji. Von hier aus habe ich den Sonnenaufgang am Fuji beobachtet.

Auf dem Balkon für das Erlebnis Sonnenaufgang am Fuji

Auf dem Balkon für das Erlebnis Sonnenaufgang am Fuji

 

Das Green Plaza ist ein Ryokan und auch von dem Außenbecken hatten wir den Blick auf den Fuji.

Alternativen zum Erlebnis Fuji

Uns hat diese Kombination aus Anreise und Aufenthalt sehr gefallen. Da bekanntlich Geschmäcker unterschiedlich sind, gibt es noch andere Möglichkeiten.

Romancecar von Tokio nach Hakone

Es gibt die Möglichkeit mit der Odakyu Linie direkt von Tokio Shinjuku mit dem Zug nach Hakone-Yumoto zu reisen. Der Zug benötigt hierfür 1:40 Stunden. Der Zug ist reservierungspflichtig. Von hier aus kann man dann den Zug nach Hakone-Gora nehmen. So wir es auch gemacht haben. Genaue Informationen gibt es bei Odakyu Limited Express Romancecar.

Bus von Odawara nach Hakone

Eine weitere Alternative ist die Anreise mit dem Hakone Tozan Bus von Odawara. Von Odawara starten Busse direkt zu unterschiedlichen Zielen in der Umgebung des Fuji wie den Lake Ashi und Gotemba.

Tagesausflug von Tokio

Für diejenigen, die wenig Zeit haben, gibt es auch die Möglichkeit einen Tagesausflug von Tokio zum Fuji zu unternehmen. Morgens geht es in Tokio los und Abends ist man wieder zurück.

Gebiet am Kawaguchi-See statt Hakone

Das Gebiet am Kawaguchi-See und Saiko ist eine Alternative zu Hakone und dem Ashi-See. Am Kawaguchi-See gibt es ebenfalls Hotels mit Blick auf den Fuji. Und man kann dort auch Bilder einfangen, bei denen sich der Fuji im See spiegelt. Wir wollten von Hakone einen Ausflug an diesen See machen, doch hatten wir einen kompletten Tag nur Regen und Sturm und damit fiel dieser Ausflug von uns sprichwörtlich ins Wasser.

Blick vom Zug auf Fuji

Wer gar keine Zeit hat oder eine zweite Chance bzw. Möglichkeit haben möchte, kann den Fuji auch vom Zug aus sehen. Bei unserer Fahrt von Odawara nach Kobe mit dem Shinkansen hatten wir noch diesen wunderschönen Blick für mehrere Sekunden auf den Fuji.

Blick auf Fuji vom Zug

Blick auf Fuji vom Zug

Aus Richtung Tokio (Odawara) kommend auf der rechten Seite im Zug Platz am Fenster nehmen und mit etwas Glück zeigt er sich dann wie hier.

Auf dem Video ist unser „Vorbeiflug“ im Shinkansen zu sehen.

Weitere Tipps für das Erlebnis Fuji

  • Nach meiner Erfahrung ist Morgens die Sicht am Besten auf den Fuji. Im Laufe des Tages kommen die Wolken und die Wahrscheinlichkeit für eine freie Sicht verringern sich. Es scheint ähnlich zu sein, wie der Tafelberg in Kapstadt mit der berühmten Tischdecke.
  • Ich würde 1 – 2 Übernachtungen für das Erlebnis Fuji einplanen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit nochmals. Bei uns spielte an einem Tag das Wetter Kapriolen und wir waren froh, dass wir noch eine weitere Chance für einen Blick auf den Fuji hatten.
  • Ab Odawara ist der JP Rail Pass nicht nutzbar. Wir haben uns in Odawara den Fuji Hakone Pass gekauft. Dieser ist 3 Tage gültig und kostet 5.650 Yen. Ob sich das gerechnet hat, wissen wir nicht, jedoch war es einfacher als einzelne Tickets zu kaufen.
Fuji Hakone Pass

Fuji Hakone Pass

  • Falls sich der Berg in Wolken gehüllt hat, dann nicht den Kopf hängen lassen. Man kann in der Region auch einfach einige Wanderungen unternehmen.

Besonderheiten bei unserem Erlebnis Fuji

Dass der Fuji ein Vulkan ist, war uns bewusst. Als wir jedoch bei unserer Anreise in Sounzan mit der Standseilbahn ankommen, erfahren wir, dass wir wegen Vulkantätigkeiten nicht mit der Seilbahn weiter fahren können. Statt dessen war ein Busersatzverkehr nach Ubako und weiter zum Ashi-See eingerichtet.

Erlebnis Fuji - Hinweis auf Vulkantätigkeiten

Erlebnis Fuji – Hinweis auf Vulkantätigkeiten

Unterwegs haben wir am Straßenrand auch dampfende Erde gesehen. Da wurde es uns richtig bewusst. In Sounzan wurde von den Dämpfen gewarnt.

Erlebnis Fuji - Hinweis auf Vulkantätigkeiten

Erlebnis Fuji – Hinweis auf Vulkantätigkeiten

Hürden lassen sich also umgehen und die Organisation dort mit Bussen war perfekt. Eine Wanderung, die wir noch zu einem Aussichtspunkt machen wollten, mussten wir leider streichen.

Seit über 30 Jahren auf der Welt unterwegs. Ich liebe Individualreisen und auch den Komfort und Luxus in der Zwischenzeit. Vom Backpacker zum Flashpacker. Meine bevorzugte Reiserichtung ist Asien. Hinzu kommen Reisen in Europa mit vielen Wochenendtrips.

4 Replies to “Erlebnis Fuji – Meine Tipps für die perfekte Anreise”

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